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Gute Texte, schlechte Texte im Netz – Social-Media-Expertinnen präsentieren gelungene und misslungene Online-Texte (Teil 2)

Was sind gute Texte und was sind schlechte Texte im Netz? Es ging um die unkonventionelle Form, die Zielgruppe, um Suchmaschinenoptimierung und Angemessenheit von Online-Texten. Anlässlich unseres Expertenworkshops zum Thema „Wie misst man Textqualität im digitalen Zeitalter?“ präsentierten am 19. Juni 2018  vier Social-Media-Expertinnen und ein Social-Media-Experte (wegen Krankheit in etwas anderer Besetzung) Beispiele gelungener oder misslungener Online-Texte und stellten sie zur Diskussion.

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Gute Texte, schlechte Texte im Netz – Social-Media-Expertinnen präsentieren gelungene und misslungene Online-Texte (Teil 1)

Social-Media-Expertinnen auf dem Expertenworkshop

Was sind gute Texte und was sind schlechte Texte im Netz? Es ging um die unkonventionelle Form, die Zielgruppe, um Suchmaschinenoptimierung und Angemessenheit von Online-Texten. Anlässlich unseres Expertenworkshops zum Thema „Wie misst man Textqualität im digitalen Zeitalter?“ präsentierten am 19. Juni 2018 fünf Social-Media-Expertinnen (wegen Krankheit in etwas anderer Besetzung) Beispiele gelungener oder misslungener Online-Texte und stellten sie zur Diskussion. Sie waren insbesondere gebeten worden, neuere Qualitäten von Online-Texten zu benennen, die für Printtexte noch nicht von Belang waren. Gute Texte, schlechte Texte im Netz – Social-Media-Expertinnen präsentieren gelungene und misslungene Online-Texte (Teil 1) weiterlesen

Vom Teilhaben und Teilen – Auswertung von Ratgeberliteratur zum Schreiben von Online-Texten

Auswertung von Ratgeberliteratur zu Online-Texten

Ratgeberliteratur für das Schreiben von Online-Texten boomt. In unserem Forschungsprojekt MIT.Qualität, mit der Forschungsfrage „Wie misst man Textqualität im digitalen Zeitalter?“, haben wir insgesamt zwölf aktuelle und populäre Schreibratgeber (siehe Literaturverzeichnis Schreibratgeber (PDF)) mit Hilfe des Zürcher Textanalyserasters untersucht. Darüber hinaus haben wir analysiert, welche weiteren Qualitäten, die im Zürcher Modell keine Erwähnung finden, für das Verfassen von Online-Texten empfohlen werden.

Auffallend ist, dass Qualitäten aus dem Zürcher Modell, wie etwa die sprachsystematische/orthographische Richtigkeit, aber auch die ästhetische Angemessenheit, nur noch wenig Erwähnung in der Ratgeberliteratur finden. So schreibt z.B. einer der Ratgeberautoren, Markus Cerenak:

„Du schreibst einen Artikel um Menschen weiterzuhelfen und nicht, um das Deutsch-Abi mit Auszeichnung zu bestehen.“ (Cerenak, 2016, S. 152)

Häufig wiederzufinden sind hingegen neuere Kategorien, wie z.B. Texte in Algorithmen und Timelines auffindbar machen, Schreiben für die Zielgruppe, Resonanz oder Schnelligkeit (siehe Kategorienraster Schreibratgeber (PDF)). In diesem Blogpost werde ich näher auf die weiteren Kategorien eingehen, die wir in der Ratgeberliteratur gefunden haben. Vom Teilhaben und Teilen – Auswertung von Ratgeberliteratur zum Schreiben von Online-Texten weiterlesen

Sprachverfall im Internet und was wir aus der empirischen Forschung lernen können

Survivorship bias

Twitter und SMS gefährden nach Meinung des Rechtschreibrats-Vorsitzenden Hans Zehetmair das deutsche Sprachgut. ‚Die deutsche Sprache wird immer weniger gepflegt‘ […]. Das Deutsche verarme in den neuen Medien zu einer ‚Recycling-Sprache‘, werde immer mehr verkürzt und vereinfacht und ohne Kreativität wiedergekäut. Der Sprachverfall betreffe vor allem die junge Generation. Das Vokabular der Jugendlichen sei bei SMS und Twitter generell sehr simpel, die Rechtschreibung fehlerhaft. ‚Alles ist super, top, geil, aber nicht mehr authentisch‘, kritisierte Zehetmair“ (Hannoversche Allgemeine Online, 21.12.2012). Zehetmair ist mit einer solchen Einschätzung nicht alleine: So waren 2008 zwei Drittel der Deutschen der Meinung, mit ihrer Sprache gehe es rasant bergab. Als Gründe wurden Leseabstinenz, Anglisierung, Internet-Kommunikation und Jugend-Slangs benannt. 2010 meinten außerdem 84 Prozent, es müsse mehr für den Erhalt der deutschen Sprache getan werden („Die deutsche Sprache“ in „Die Zeit“ vom 7. April 2016).

Solcherlei Diskussionsbeiträge über den Zustand der deutschen Sprache sind keine Seltenheit. Sie betreffen außerdem eine Kernfrage unseres Projekts MIT.Qualität: Tragen soziale Medien dazu bei, dass die Fähigkeit, sich gewählt auszudrücken, verkümmert und damit langfristig auch der Reichtum der deutschen Sprache insgesamt abnimmt? Sprachverfall im Internet und was wir aus der empirischen Forschung lernen können weiterlesen

Social-Media-Expertinnen und -Experten auf dem Expertenworkshop MIT.Qualität am 19.06.2018

Social Media

Social-Media-Expertinnen und Experten präsentieren Beispiele für gute oder schlechte Online-Texte

Am 18. und 19. Juni 2018 findet der Expertenworkshop zur Forschungsfrage des Projekts MIT.Qualität „Wie misst man Textqualität im digitalen Zeitalter?“ statt. Das Projekt und auch der Workshop werden von der VolkswagenStiftung gefördert.

Am zweiten Tag des Workshops, dem 19. Juni, trifft die Sprachwissenschaft auf die Sprachpraxis. Social-Media-Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Kultur wurden in das Mannheimer Schloss geladen und um Feedback zum Thema Textqualität und Social-Media-Texte gebeten. Social-Media-Expertinnen und -Experten auf dem Expertenworkshop MIT.Qualität am 19.06.2018 weiterlesen

Sprachwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen auf dem Expertenworkshop MIT.Qualität am 18.06.2018

Vortragsmikrofon

Linguistische Expertise zu Textqualität und Social-Media-Texten

Am 18. und 19. Juni 2018 findet der Expertenworkshop zur Forschungsfrage des Projekts MIT.Qualität „Wie misst man Textqualität im digitalen Zeitalter?“ statt. Das Projekt und auch der Workshop werden von der VolkswagenStiftung gefördert.

Zum ersten Tag des Workshops, am 18. Juni, wurden linguistische Experten und Expertinnen in das Mannheimer Schloss geladen. Unsere Projektbeteiligten präsentieren erste Ergebnisse und bitten um Feedback zum Thema Textqualität und Social-Media-Texte. Sprachwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen auf dem Expertenworkshop MIT.Qualität am 18.06.2018 weiterlesen

Von Bauherrinnen und Kundinnen: Carolin Müller-Spitzer über geschlechtergerechte Sprache

Unsere Mitarbeiterin Carolin Müller-Spitzer hat im Verfassungsblog einen Blogpost über geschlechtergerechte Sprache und das Kundenurteil des Bundesgerichtshofs veröffentlicht.

Das generische Maskulinum

Das generische Maskulinum beeinflusst die mentale Repräsentation, weil Sprache eine soziale Praxis ist, schreibt Müller-Spitzer im Verfassungsblog. Viel relevanter als die Herkunft eines sprachlichen Konstrukts ist deshalb die Frage, welche Auswirkungen dieses Konstrukt auf unser sprachliches Handeln und damit auch auf unser Denken hat. Von Bauherrinnen und Kundinnen: Carolin Müller-Spitzer über geschlechtergerechte Sprache weiterlesen

Expertenworkshop zur Qualität von Online-Texten am 18. und 19. Juni an der Uni Mannheim

Expertenworkshop Textqualität

„Wie misst man Textqualität im digitalen Zeitalter?“

Das Projekt MIT.Qualität veranstaltet vom 18. bis zum 19.06. 2018 einen Expertenworkshop zur Forschungsfrage des Projekts „Wie misst man Textqualität im digitalen Zeitalter?“ an der Uni Mannheim. Expertenworkshop zur Qualität von Online-Texten am 18. und 19. Juni an der Uni Mannheim weiterlesen

Auch WissenschaftlerInnen müssen lernen, Online-Texte zu schreiben

Wissenschaftler schreiben online.

Es geht um die gekonnte Selbstinszenierung, ums Vermarkten der eigenen Person und der eigenen Arbeit. Es geht um das Verbreiten von Neuigkeiten aus der Welt der Wissenschaft und um die Bildung einer Öffentlichkeit für die sonst so abstrakten wissenschaftlichen Themen. Letztlich geht es um die Teilhabe am öffentlichen Austausch. Und natürlich geht es auch um Unterhaltung.

Die Rede ist von der Nutzung Sozialer Medien im Wissenschaftsbetrieb. Ja, auch im Wissenschaftsbetrieb sind digitale Medien angekommen. Doch so einfach ist die Nutzung von Facebook, Twitter etc. gar nicht. Es ist insbesondere dann nicht einfach, wenn man wie ich selbst eher skeptisch gegenüber Sozialen Medien eingestellt ist und diese nur sporadisch nutzt. Dies durfte ich nun im Rahmen einer 2-tägigen Fortbildung von Martin W. Angler zu „Social Media for Scientists“ lernen. Auch WissenschaftlerInnen müssen lernen, Online-Texte zu schreiben weiterlesen

MIT.Blog: Wie lesen Schüler und Schülerinnen digitale Texte? Ein Blick in die Veröffentlichungen zur Pisa-Studie 2012

Digitales Lesen lernen in der Schule

Lesekompetenz deutscher Jugendlicher bei digitalen Texten deutlich schlechter als bei gedruckten

Im Frühjahr 2018 wird mit der nächsten PISA-Erhebung zum dritten Mal ein umfassender Test der Lesekompetenz fünfzehnjähriger Schülerinnen und Schüler weltweit durchgeführt. Die Lesekompetenz wird dabei auch an digitalen Texten getestet.

Bereits im Mai 2017 veröffentlichten Johannes Naumann und Christine Sälzer in der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (2017), 20, 585-603 die Studie „Digital reading proficiency in German 15-year olds: Evidence from PISA 2012.“, die, wie der Titel schon sagt, auf dem Pisa-Test aus dem Jahr 2012 basiert. Während die Lesekompetenz deutscher Jugendlicher hier für gedruckte Texte überdurchschnittlich war, lag die Lesekompetenz bei digitalen Texten im OECD-Durchschnitt und ist damit deutlich niedriger als die Performanz deutscher 15-jähriger Schüler/innen beim Lesen gedruckter Texte. MIT.Blog: Wie lesen Schüler und Schülerinnen digitale Texte? Ein Blick in die Veröffentlichungen zur Pisa-Studie 2012 weiterlesen