andrea_2_250Andrea Abel

Mein Name ist Andrea Abel und ich arbeite seit nunmehr vielen Jahren als Leiterin des Instituts für Angewandte Sprachforschung bei Eurac Research in Bozen (Italien), bin daneben aber auch als Lehrbeauftragte an den Universitäten Bozen, Trient, Innsbruck, Regensburg und Mannheim tätig. Meine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Deutsch als Erst- und Zweitsprache, der Variationslinguistik, der (Lerner-)Korpuslinguistik und der Lexikographie. Ganz besonders faszinieren mich Fragen nach der Modellierung von Sprachkompetenzen sowie sprachlicher Variation und dabei die Anwendung korpuslinguistischer Methoden. Seit meiner Promotion im Rahmen der elektronischen Lernerlexikographie beschäftige ich mich insbesondere mit unterschiedlichsten Aspekten des Wortschatzes.

Im Projekt MIT.QUALITÄT treffen viele spannende Fragen aufeinander: Wie können wir Sprachqualität angemessen beschreiben und dabei auch sich verändernden Schreibpraxen in digitalen Medien Rechnung tragen? Welche Beschreibungskategorien benötigen wir? Wie können wir sprachliche Variation im Bereich Kohärenz und Kohäsion empirisch erfassen?

Ich werde mich im Projekt schwerpunktmäßig mit lexikalischen Aspekten auseinandersetzen und insbesondere den formelhaften Sprachgebrauch in den Blick nehmen, mit dessen Hilfe Texte bzw. Interaktionen organisiert werden.


Foto von Aivars GlaznieksAivars Glaznieks

Seit meiner Promotion in Germanistischer Linguistik an der LMU München (2010) arbeite ich am Institut für Angewandte Sprachforschung von Eurac Research in Bozen (Italien). Meine Forschungsinteressen fokussieren insbesondere den schriftlichen Sprachgebrauch in den Neuen Medien sowie die Untersuchung von Schülertexten, beides mithilfe korpuslinguistischer Methoden. An Sprache in den Neuen Medien interessiert mich besonders die Verwendung regionaler Varietäten und deren Verschriftung. In meiner Arbeit an Schülertexten und Lernertexten im Allgemeinen steht der Bezug zu Schreib- und Sprachkompetenzen im Mittelpunkt. Dabei muss man sich auch mit der Qualität schriftlicher Texte auseinandersetzen.

Die Beschäftigung mit Textqualität, ist besonders im digitalen Zeitalter relevant, stellt aber auch eine Herausforderung dar. Vorstellungen davon, was ein guter Text ist und welche Eigenschaften er aufweisen sollte, sind kulturell geprägt und unterstehen einem zeitlichen Wandel. Im Projekt MIT.Qualität stellen wir uns dieser Herausforderung. Mein Schwerpunkt im Projekt wird die Analyse der Verwendung von Konnektoren in Social-Media- und traditionellen Texten sein. Wir werden dabei auf vorhandene Korpora wie das DiDi-Korpus (Facebook-Texte), das KoKo-Korpus (Schülertexte) sowie auf Zeitungskorpora zurückgreifen und das Vorkommen und Gebrauch vorhandener Konnektoren analysieren.


Foto von Maja LintheMaja Linthe

Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der germanistischen Linguistik an der Uni Mannheim. Meine Doktorarbeit habe ich über Intertextualität und Gender in der russischen Literatur geschrieben. Das Schreiben ist mein Beruf, online und offline, als Wissenschaftlerin, als Autorin, als Journalistin, als Bloggerin und als Marketing-Spezialistin.

Beim Schreiben im Netz interessieren mich vor allem die multimodalen Möglichkeiten und die Interaktivität. Das Internet erscheint mir wie ein Raum, in dem ich Texte verfassen und mich mit anderen Schreibenden treffen kann.

Unser Projektblog (MIT.Blog) unternimmt den Versuch, den wissenschaftlichen Diskurs über das Schreiben im Netz auch im Netz selbst zu führen und mit euch in Kontakt zu treten, die ihr im Netz schreibt. Der MIT.Blog ist als Metatext gedacht und soll zum gemeinsamen Schreiben im Netz über das Schreiben im Netz anregen. Ich freue mich auf eure Beiträge.


Foto von Carolin Müller-SpitzerCarolin Müller-Spitzer

Ich arbeite seit 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim. Ich bin dort verantwortlich für den Programmbereich „Lexik empirisch und digital“, in dem wir uns mit der Anwendung empirischer Methoden in der Sprachwissenschaft sowie mit digitalen Technologien zur Visualisierung wortschatzbezogener Daten beschäftigen. Auch Sprachwandel gehört zu einem unserer Forschungsthemen. Dass sich Sprache kontinuierlich verändert, ist eine wesentliche Bedingung dafür, dass sie ein erfolgreiches Kommunikationsinstrument ist: Würde die Sprache sich nicht ständig wandeln und weiterentwickeln, könnten wir uns nicht gut verständigen.

Leider ist die öffentliche Debatte um Sprachwandel oft wenig wissenschaftlich fundiert und ideologisch geprägt. So wird nicht selten eine Verarmung oder Verrohung der Sprache an die Wand gemalt, ohne wirklich zu explizieren, worin diese denn bestehen sollte und wo tatsächlich mal eine verarmte Sprache nachzuweisen war (denn dieses Argument ist Jahrhunderte alt). In dieser Art wird auch die Debatte geführt, welche Auswirkungen das Schreiben kurzer Texte im Bereich der sozialen Medien auf die allgemeine Schreibkompetenz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat. Zu schnell wird hier eine Verschlechterung der allgemeinen Schreibkompetenz postuliert, ohne sie empirisch nachweisen zu können. Gleichzeitig sind sich viele einig, dass die Schreibprodukte in sozialen Netzwerken nicht immer den normativen Erwartungen entsprechen, die man an redigierte Texte in der Presse, der Wissenschaft oder der Belletristik heranträgt.

Das Projekt möchte die Möglichkeiten verbessern, damit verbundene Fragen (bspw. die Auswirkungen auf die Schriftsprache im Allgemeinen) empirisch zu untersuchen.  In einem ersten Schritt wollen wir am IDS durch verschiedene Arten von Befragungen Daten dazu sammeln, nach welchen Kriterien SprecherInnen die Angemessenheit von Ausdrücken, Stilmitteln etc. beurteilen.


Foto von Angelika StorrerAngelika Storrer

Ich bin Professorin für Germanistische Linguistik an der Universität Mannheim. Seit den 90-er Jahren arbeite ich an Themen, die mit der Digitalisierung von Sprache und Kommunikation zu tun haben, z.B. Kohärenz in Hypertexten, Chat-Kommunikation, Text und Interaktion in der Wikipedia.

Ich nutze dafür digitale Datensammlungen, sog. Korpora als empirische Basis. Das Dortmunder Chatkorpus habe ich selbst mit aufgebaut und engagiere mich in internationalen Initiativen, die den Aufbau von öffentlich zugänglichen, linguistisch aufbereiteten Korpora zur Internetkommunikation voranbringen wollen. 2017 habe ich einen Überblicksartikel zu den Entwicklungen im zweiten Bericht zur Lage der deutschen Sprache verfasst, der von der Akademie für Sprache und Dichtung und der Union der Akademien der Wissenschaft herausgegeben wird.

Dabei ist mir wieder deutlich geworden, dass wir bislang wenig empirisch abgesicherte Erkenntnisse dazu haben, wie die neuen interaktiven Schreibformen die deutsche Sprache und die Schreibfähigkeiten von Jugendlichen verändern. Ich freue mich sehr, dass uns die VolkswagenStiftung die Möglichkeit gibt, mit unserem Projekt einen Beitrag zur empirischen Erforschung dieser Frage zu leisten.


Foto von Sascha WolferSascha Wolfer

Ich arbeite seit 2013 am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Empirische Methoden“. Ich habe Sprachwissenschaft des Deutschen, Wissenschaftliche Politik und Kognitionswissenschaft an der Uni Freiburg studiert, und in Kognitionswissenschaft habe ich 2015 auch mit einem psycholinguistischen Thema promoviert.

Bei meiner Promotion ging es ebenfalls um die Qualität von Texten, allerdings aus einem anderen Blickwinkel. Ich beschäftigte mich nämlich mit der Verständlichkeit juristisch-fachsprachlicher Texte. Dabei habe ich die Blickbewegungen von juristisch nicht vorgebildeten Menschen aufgezeichnet, die juristische Texte lesen. Aus den Blickbewegungen während des Lesens kann man unter anderem ableiten an welchen Stellen in den Texten Schwierigkeiten beim Verstehen auftreten, sei es auf lexikalischer, syntaktischer oder textueller Ebene.

In das Projekt MIT.Qualität sollen ebenfalls Eindrücke von „normalen Menschen“ einfließen, also Mitgliedern der Sprachgemeinschaft, die keine linguistische Vorbildung haben. Das ist wichtig, um Sprachintuitionen in der Sprachgemeinschaft jenseits des Tellerrands der Linguistik einschätzen zu können. Im Projekt MIT.Qualität bin ich mitverantwortlich für diese Befragungen zu einzelnen Texten oder Textabschnitten.


wissenschaftliche Hilfskräfte

Foto_Lisa_167_1Lisa Appelmann

Mein Name ist Lisa Appelmann, ich bin Studentin an der Universität Mannheim und arbeite zur Zeit im Projekt MIT.Qualität für Eurac Research.

Zur Sprachwissenschaft kam ich durch den Besuch einer Veranstaltung zur Lexikographie – begeistert hat mich dabei insbesondere die Verwendung von Korpora zur Erstellung von Wörterbuchartikeln. Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Korpora haben mich dann dazu bewegt, mich weiter im Feld der Korpuslinguistik zu orientieren. Ganz besonders interessiere ich mich für den Bereich der internetbasierten Kommunikation und die Arbeit mit Lernerkorpora.

Das Projekt MIT.Qualität fasziniert mich vor allem durch seinen Facettenreichtum. Es scheint, als würden wir online anders schreiben als offline – aber warum? Worin liegen die Unterschiede und inwiefern wirken sie auf die Qualität der Texte?

Mein Interesse gilt in erster Linie der spezifischen Charakteristika von Internettexten: Vielschichtigkeit, Multimodalität und Interaktivität sind nur ein paar der Aspekte, in denen sich Online-Texte von Offline-Texten unterscheiden. Gerade hinsichtlich der Kohärenz und Kohäsion eröffnen sich hier neue Perspektiven sowie spannende Fragestellungen.


Foto_5390_250Oxana Bogatyrenko

Ich studiere an der Universität Mannheim und arbeite derzeit als Hilfskraft in Projekten am Lehrstuhl für Germanistische Linguistik und am Institut für Deutsche Sprache. In meinem Bachelorstudium der Kultur und Wirtschaft sind für mich im Bereich der Linguistik die Fragestellungen der Phraseologie und Textlinguistik besonders interessant. Während Phraseologie sich mit festen Mehrwortverbindungen beschäftigt, deren Bedeutungen nicht der Summe der einzelnen Wörter entsprechen, versucht die Textlinguistik – unter anderem – die Frage zu beantworten, was letztendlich für den Leser einen guten Text ausmacht.

Die Fragestellungen der beiden Forschungsfelder können meiner Meinung nach verknüpft werden und auch für die Texte im Netz von großer Relevanz sein. Denn was ist eigentlich ein guter Internettext? Im Netz wird behauptet: Ein attraktiver Titel und ein spannender Inhalt, welchen gelingt, innerhalb von ca. 6 Sekunden das Interesse des Lesenden zu wecken. Auf diese und viele weitere Fragen verbunden mit der Textqualität von Internettexten versucht unser Projekt MIT.Qualität empirisch fundierte Antworten zu finden.

Im Projekt MIT.Qualität unterstütze ich das Team unter anderem bei der Pflege der Homepage, des Blogs und der Social-Media-Accounts.


Leonie167Leonie Bröcher

Ich arbeite als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für germanistische Linguistik. Im Bachelor habe ich Übersetzungswissenschaften (Englisch/Französisch) in Heidelberg studiert und den Master habe ich in Sprache und Kommunikation an der Universität Mannheim absolviert. Während meines Studiums habe ich mich unter anderem mit Mehrsprachigkeit, Sprachgeschichte und Gesprächsanalyse beschäftigt, konnte aber auch Einblicke in die Bereiche Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Psychologie erhalten.

Derzeit bereite ich meine Promotion im Bereich Kommunikation in digitalen Medien vor.

In unserem Projekt schreibe ich für den Blog und recherchiere zum Thema Textqualität und digitale Medien. Ich kümmere mich außerdem um die Social Media Auftritte unseres Projekts. Mich interessiert insbesondere, wie sich die interaktiven Praktiken in digitalen Medien auf das Schreiben auswirken.


Foto_Susa_167Susanne Kabatnik

Ich arbeite als wissenschaftliche Hilfskraft in der germanistischen Linguistik an der Uni Mannheim. In meiner Funktion als Tutorin habe ich sehr viel mit jungen Schreibern sowie ihren Schreibprodukten in Klausuren zu tun. Aus diesem Blickwinkel interessiere ich mich besonders für Ergebnisse zu neuen interaktiven Schreibformen in Bezug auf die Schreibkompetenz junger Textproduzenten. Meine Doktorarbeit schreibe ich zu deutschen und polnischen Nominalisierungsverbgefügen hinsichtlich ihrer kohärenzstiftenden Funktionen. Internettexte stellen dabei meine Datenquelle dar. In diesem Zusammenhang setze ich mich mit verschiedenen Schreibratgerbern on- und offline auseinander und vergleiche die (meist) abwertenden Behauptungen über den Gebrauch von Gefügen mit meinen Ergebnissen aus korpusgestützten Studien. Angemessene Textproduktion sowie verschiedene Textverknüpfungsmittel liegen daher im Zentrum meines Interesses. Auf Antworten bezüglich der Messung von Textqualität bin ich sehr gespannt.

Im Projekt bin ich für die Planung sowie die Gestaltung des Posters für die IDS-Jahrestagung 2018 zuständig, helfe bei der Organisation des Expertenworkshops, verfasse Blogartikel und analysiere Schreibratgeber für Internettexte.


Jenny167Jennifer-Carmen Frey

Ich bin seit 2013 am Institut für Angewandte Sprachwissenschaften von Eurac Research in Bozen. In dieser Zeit habe ich mich eingehend mit internetbasierter Kommunikation auseinandergesetzt und altersspezifische Sprache und mehrsprachige Phänomene in Facebooktexten untersucht. Davor habe ich in Graz Lehramt mit der Fächerkombination Deutsch und Informatik studiert und mich dort im Bereich der Mediendidaktik und des Schriftspracherwerbs spezialisiert. In meinem Studium ging es dementsprechend auch um Textqualität und die Entwicklung von Text- und Medienkompetenz in der Schule – also sowohl um das schulische Schreiben als auch um den Umgang mit und das Schreiben in unterschiedlichen Medien.

Am Projekt interessieren mich unterschiedliche Formen von situationsgerechtem Schreiben in traditionellen und in digitalen sozialen Medien. Dabei gefällt mir besonders gut, dass hier versucht wird, kompetentes Schreiben in all seinen Facetten zu beschreiben und nicht nur mit den Maßstäben, die wir traditionellerweise an Schulaufsätze oder etwa Zeitungsartikel anlegen. Dafür muss man sich allerdings erst einmal Gedanken darüber machen, welche Kriterien und Bewertungsmodelle man erfolgreich für unterschiedliche Medien einsetzen kann.

In meinem Doktorat, das ich gerade an der Universität Bologna absolviere, untersuche ich empirisch, welche Kriterien in Bewertungen von Schülertexten einfließen und ob man diese anhand von sprachlichen Merkmalen automatisch identifizieren kann.


Maria_Silveira250Maria Ribeiro Silveira

Seit September 2016 arbeite ich als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Deutsche Sprache in den Projekten „Empirische Methoden“ und „Lexik des gesprochenen Deutsch“. Beide Projekte unterstütze ich vor allem in der Erstellung, Durchführung und Auswertung von empirischen Studien.

Studiert habe ich an der Universität Freiburg Philosophie und Kognitionswissenschaft (B.A.) mit anschließendem Masterstudium der Kognitionswissenschaft (M.Sc.). Besonders interessierten mich dabei die Untersuchungen von psycholinguistischen Fragestellungen, zum Beispiel welche Elemente eines Texts zu Schwierigkeiten oder Vereinfachungen bei der Sprachverarbeitung führen. In meiner Masterarbeit habe ich daraufhin verschiedene Formen von Fachworterklärungen in populärwissenschaftlichen Texten untersucht und überprüft, welche dieser Formen leichter/besser verarbeitet werden können.

Im Projekt MIT.Qualität helfe ich, die Beurteilung der Angemessenheit kurzer Texte oder Textabschnitte empirisch zu untersuchen.